Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
Titelgrafik kirchensteuer-zahlen.de
RSSPrint

Wer - Meine Finanzen im Überblick

Nur Kirchenmitglieder, die über ein eigenes zu versteuerndes Einkommen verfügen und daher Lohn-, Einkommen-, oder Kapitalertragsteuer entrichten, zahlen Kirchensteuer. Wer ein geringes oder kein zu versteuerndes Einkommen hat, wie zumeist Kinder, Jugendliche, Studenten, Rentner, Arbeitslose, nicht Berufstätige oder Sozialhilfeempfänger, zahlt keine Kirchensteuern. Die Kirche steht aber für alle Menschen offen.

Die Kirchensteuer wird über die Finanzämter eingezogen. Für die Kirchen ist es die sparsamste Form der Erhebung. So steht mehr Geld für die eigentliche Arbeit bereit. Für diese Dienstleistung zahlen die Kirchen dem Staat eine Vergütung. In Berlin beträgt sie 2,5 Prozent, in Brandenburg und Sachsen drei Prozent des Kirchensteueraufkommens. Dabei hat der Staat weder Entscheidungsbefugnis noch Einfluss auf die Verwendung der Kirchensteuer. Das Finanzamt zieht die Steuer ein und überweist sie gesammelt an die Landeskirche.

Kirchenmitglieder können die Kirchensteuer in der jährlichen Einkommensteuererklärung als Sonderausgabe geltend machen und so das zu versteuernde Einkommen mindern. Wer aus der Kirche austritt, spart zwar die Kirchensteuer, muss aber seinem jeweiligen Steuersatz entsprechend mehr Lohn- oder Einkommensteuer zahlen. Bei Hochbesteuerten umfasst daher die effektive Ersparnis weniger als 50 Prozent der bisherigen Kirchensteuer.

Die Arbeit der Kirche, die Freiheit der Predigt, das offene Eintreten für die Schwachen ist durch das System des Kirchensteuereinzugs unabhängig von der persönlichen Meinung einzelner finanzkräftiger Geldgeber.

Letzte Änderung am: 10.04.2017